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Open Air Huttwil 2009

Am Wochenende vom 03.-05.Juli 2009 fand das Open Air Festival in Huttwil statt.
Organisatorisch bedingt konnten wir leider am Eröffnungstag nicht dabei sein und haben so leider bekannte Grössen wie Veri der Abwart, Peach Weber, Oropax und bagatello verpasst und können euch daher leider auch keinen Bericht darüber liefern.
PegasusAm Samstag waren Madi und Klaus für euch auf dem Open Air. Dieser Tag stand voll und ganz im Zeichen des schweizer Rocks. Die Gruppe Vivian eröffnete das Konzert . Leider bekamen wir von ihnen nur noch die letzten Stücke mit, aber der Sound begeisterte. Bei sommerlich heissen Temperaturen bei herrlichen Sonnenschein wurde dem Publikum noch mehr eingeheizt.
Als zweite Gruppe kamen "alte Bekannte" von RadioNetpower auf die Bühne. Die Gruppe Pegasus. Das erste Mal hatten wir sie im letzten Jahr auf dem Open Air in Zoffingen gehört. Damals traten sie als erste Band auf. Dieses Jahr merkte man einen deutliche Steigerung ihres musikalischen Könnens. Frischer, rockiger, professioneller, stärker - das sind ein paar Attribute mit denen man den diesjährigen Auftritt von Pegasus umschreiben kann. Sie schafften es ohne merkbare Mühe die Stimmung weiter anzuheizen. Erfreut hat uns, das die Band uns vom letzten Jahr noch kannte und der Frontmann Noah Veraguth nach den Autogrammen sofort zu einem Interview bereit war. In diesem Interview machte er für die deutschen Hörer ein Angebot, das wir in der Spezialsendung am Sonntag, den 05.07.2009 und als Wiederholung am Dienstag, den 07.07.2009 gerne weiter geben. In diesem Angebot der Band Pegasus geht es um die aktuelle CD Heroes & Champions. 
ChinaDie Rockband China, der dritte Akt an diesem Tag, zeigt deutlich, das die Schweiz sehr gute Rock-Bands hat die auch international sehr grossen Erfolg verbuchen können. 1985 gegründet entwickelte sich die Band zu einer bekannten Grösse sowohl in der Schweiz wie auch international. Nach einer Pause kamen China wieder zusammen und mischen seit dem wieder kräftig in der Rock-Szene mit. 2009 haben sie ihr aktuelles Album herausgebracht und das stellt für alle Freunde der guten Rock-Musik ein absolutes Muss dar.
Die Band um den charismatischen Lead-Sänger Eric St. Michaels rochte das Open-Air-Festival in Huttwil auf jeden Fall kräftig ein, so dass einige nicht mehr wussten ob sie vom mittanzen ins schwizten kamen oder von den hohen Temperaturen, die an diesem Tag herrschten.

GimmaGimma & Band, der folgende Akt, war auch von der Sprache schweizerisch geprägt. Vor Gimma muss man einfach den Hut ziehen. Bei unseren Recherchen stiessen wir auf einen Bericht über Gimma bei hitparade.ch, den wir hier auszugsweise wieder geben möchten:
"Seine Eltern haben sich vor zwanzig Jahren scheiden lassen, danach landeten beide in der Psychiatrie, was unter anderem vielleicht auch mit ausschlaggebend dafür war, dass GIMMA 1993 wegen Prügeleien und Drogen aus der Kanti geworfen wurde. Im selben Jahr verkaufte er seine ersten Raps auf Kassette auf dem Pausenplatz und im Kopf wurde ihm ein bösartiger Tumor diagnostiziert. Eine siebenstündige Operation, in der er für einige Sekunden im Angesicht des Todes lag, überlebte er, jedoch mit Verhaltensauffälligkeiten. Drei Jahre später folgte die erste intensive Psychotherapie; wieder wegen Drogen. 1996 konnte er seinen Sekundarschulabschluss absolvieren und trat anschliessend mit guten Vorsätzen als Novize ins Franziskanerkloster ein. Da er sich unsterblich verliebte, wandte er dem Kloster ein Jahr später wieder den Rücken zu und begann eine KV Lehre bei Calanda Bräu, welche er nach einer zweiten Psychotherapie mit der Höchstnote abschliessen konnte."
Vor diesem Hintergrund kann man vor diesem schweizer Musiker, der mit seinen Texten in seiner Muttersprache, dem schweizer Dialekt, viele Themen kritisch aufgreift, wirklich nur Respekt haben.
Leider kamen wir nicht mehr zu einem Interview doch konnten wir bei der Autogrammstunde miterleben, das er locker drauf ist und immer für einen Spass zu haben ist.
ShakraShakra - dieser Name lässt orientalisches vermuten, doch davon ist die Musik dieser Gruppe weit entfernt. Shakra ist Rock-Musik pur. Das aktuelle Albun Everest ist ein weiterer Punkt in der sehr erfolgreichen Geschichte dieser Band. Ein Album mit klassischem Hardrock und auch romantischen Balladen. Auf der Bühne boten sie eine perfekte Show und rissen von Anfang an die Zuhörer mit. Kraftvoll, mit viel Begeisterung und Intensität boten sie ihre Stücke dar.
Rock war natürlich auch auf der Bühne angesagt und da legte sich die Band mächtig ins Zeug.  Live Acts an sich sind ja schon sehr anstrengend für Musiker, doch was die Bands bei den heissen Temperaturen bieten ist wirklich schon eine Leistung.
Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn wir Shakra wieder an einem Live-Event erleben dürfen, denn auch hinter der Bühne sind das sehr nette Menschen, auch sowas darf ruhig einmal erwähnt sein.
RitschiRitschi - das ist HipHop auf schweizer Deutsch. Ritschi ist auch freche Musik. Im berner Deutsch präsentiert er Texte die unverblümt und direkt.
Aber auch unberechenbar ist Ritschi, was jetzt aber durchaus positiv gemeint ist. Während seiner Show überrascht er immer wieder mit Aktionen, die man auf seine vorhergehenden Fragen her nicht erwartet hätte.
Frech, direkt, aber auch menschlich, freundlich, so durften wir Ritschi kennen lernen.
Leider hat es mit einem Interview aus terminlichen Gründen nicht geklappt, aber wir hatten während der Autogrammstunde von Ritschi die Gelegenheit bekommen mit der Managerin von Sony Music Schweiz zu bekommen und möchten uns an dieser Stelle für das Gespräch bedanken.
Wir freuen uns auf jeden Fall darauf Ritschi wieder live erleben zu dürfen und dann werden wir auch das Interview nachholen.

BliggBligg ist ein schweizer Musiker, der seinen eigenen Weg geht. Wagemutig probiert er neues aus und etablierte Schweizerdeutsch als Rapsprache und das mit sehr grossem Erfolg. Sein aktuelles Album "0816" schaffte 3fach-Platin in der Schweiz!
Bligg schafft es Elemente aus der Volksmusik in die HipHop-Beats einfliessen zu lassen ohne das diese störend wirken. Da hört man Jodelparts oder Hackbrettmelodien, da spielt ein Akkordeon auf und die HipHop-Beats werden untermalt von Streichern. Das ist der gekonnte Musikmix von Bligg und auch sein unverkennbarer Sound der, neben seinen pointenreichen Texten, einen grossen Teil seines Erfolges ausmacht.
Die Bühnenshow war auf jeden Fall mitreissend und begeisternd. Heisser Beat zu volkstümlichen Grundklängen und die Performance der Band und natürlich von Bligg selber rissen das Publikum mit. Wir sind auf jeden Fall gespannt, was Bligg als nächstes in seiner musikalischen Karriere bietet, denn 3fach-Platin ist eine hohe Messlatte, die er sich selbst gelegt hat.


Rest der Reportage folgt .....................